Kathrin berichtet:
Dieses Rennen ist einzigartig und eine große Herausforderung. Man nehme ein paar verrückte Mountainbiker, einen Organisator mit vielen kuriosen Einfällen, hügelige Landschaft und packe das alles zusammen in eine Nacht. So geschehen am vergangenen Samstag in Beesenstedt im Saaletal. Was daraus entsteht ist ein Nacht-Mountainbike-Orientierungsrennen für 2er Teams mit einem hohen Spaßfaktor. Bei der Anmeldung bekamen wir zumindestens schon einmal die Postenbeschreibungen und konnten uns so auf das Rennen einstellen. Da hieß es dann zum Beispiel: Der Punkt befindet sich 7 m nördlich von der Bank an der Abbruchkante. Nun gut, klingt einfach, war es aber nicht, da die Besonderheit „Nacht“ noch hinzu kam. Die eigentliche Karte mit den eingetragenen Punkten erhielten wir kurz nach dem Start um 16.30 Uhr. Und nachdem diese doch recht schnell studiert war und wir uns einig waren, dass es westlich der Saale Punkte zu sammeln galt, ging es hinein in die Dunkelheit in unbekanntes Terrain und nur die Karte und einige blinkende Windräder als Orientierungshilfe. Falk der Veranstalter (er hatte die Nacht vorher noch einige Posten „gebastelt“) hatte sich viele Besonderheiten einfallen lassen und setzte vor allem auf die Teamarbeit. So musste die an jedem Punkt angebrachte Lochzange ihren Weg zur Lochkarte des Teams finden. Doch dies war nicht immer ganz einfach, wenn diese zum Beispiel 3 Meter hoch an einem Baum hing. So galt es per Räuberleiter den Baum zu erklimmen oder auch das Versteck in einem alten Metallverschlag der Jäger. Free Climbing war genauso dabei wie die Suche nach dem Holunderbusch. Der absolute Höhepunkt war aber der Punkt, an dem man in einer Kneipe für Zusatzpunkte jeweils einen Dartpfeil werfen konnte. Einige nahmen sich dort auch gleich ein Bierchen mit auf dem Weg. Nach 200 Minuten musste dann aber jeder wieder im Ziel sein, sonst gab es Strafpunkte. Nach dem Rennen in der arktischen Nacht (es waren immerhin -8°C) gab es dann Stolle, Schmalzbrot und endlich heißen Tee, denn die mitgenommene Apfelschorle in der Trinkflasche war schon nach 10 km eingefroren. Das Erlebte war anschließend viel wichtiger als die Platzierungen und wir landeten dann am Ende irgendwo im vorderen Mittelfeld. Eine gelungene Abwechlung im schon tristen Wintertraining und vielen Dank an Falk für die großartige Organisation!

Kathrin beim Kartelesen, im Dunkeln, in der Kälte – sie behauptete hinterher tatsächlich, es wäre ein Spass gewesen
Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|
Rennbericht Mahntal MTB-Winter Cup 27.11.2010
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ging’s heute ins Mahntal bei Starnberg zum 2. Lauf des MTB-Winter Cup’s des RC Concordia München. Auf dem Programm standen 3 Runden a 8 km mit jeweils zwei harten Bergen.
Vom Start weg Vollgas direkt in den ersten Berg rein, wo sich das „Feld“ von insgesamt ca. 20 Fahrern schnell sortierte. Die erste Runde konnte ich mich gut in der 6 Mann starken Spitzengruppe halten. In der zweiten Runde musste ich dann die zwei Topfavoriten Markus Pielenz und Holger Pirzl vom MedSport-Olching Team ziehen lassen und wir machten uns zu viert auf die Verfolgung. Die Gruppe lief eigentlich recht gut, nur die immer mehr zufrierende Schaltung machte allen Probleme. In der letzten Runde konnte ich dann nur noch im großen Kettenblatt fahren. Meine Gruppe kam geschlossen an die bergauf führende Zielgerade. Im Sprint konnte ich mir dann den 3. Platz in der Gesamtwertung und den 2. Platz in meiner Altersklasse sichern (U40).
Alles in Allem ein gelungenes Rennen das richtig Lust auf die neue Saison gemacht hat…
Herzlichen Dank auch an den Freddy vom RC-Concordia für die tolle Ausschilderung und die hervorragende Verpflegung danach (Tee und Donauwelle).
Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|
November-Regen, Grundlagenausdauer-Training, kalte Füsse, kalte Finger. Jeden Tag wieder die Überwindung. Schlammpackung am Hintern, verdreckte Bikes. Was treibt uns? Die beste Antwort darauf:
Race Day from ergon on Vimeo.
Veröffentlicht unter Allgemein
|
Und dieses Mal sind wir nicht nur in der ersten Kurve vorn dabei:




Veröffentlicht unter Allgemein
|

Marcus kämpft beim Rennen in Adelsberg
Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|
Utas berichtet:
Mein erster Start beim Wehlaberg Bike Marathon:
Ich hatte ja schon viel gehört von diesem Rennen. Es reichte von nettes, familiäres Rennen bis märkische Sandschlacht. Die veränderte Streckenführung und –länge machte das Rennen aber nicht nur für mich zur Premiere. Es sollte über insgesamt 2 Runden und 58 km gehen.
Dies ist einer der ganz wenigen Marathons, die in der Umgebung stattfinden und daher ein Muss für den Berliner Biker. Die Wettervorhersagen und mein Allgemeinbefinden hatten die für mich größte Überwindung, Sonntag früh, 7.30 Uhr aufzustehen, erheblich erleichtert. Nach etwas verbummelter Anfahrt trudelten wir erst 20 Mintuen vor dem Start ein, leider keine Seltenheit. Auch Thomas Hebestreit gönnte sich nur eine knappe Vorbereitung. Mehr als 5 Minuten Warmfahren waren nicht drin – und das bei diesem Hochgeschwindigkeitsrundkurs. Mit Freude registrierte ich die Zahl der Konkurrentinnen. Endlich mal keine 2Frau Veranstaltung. Immerhin hatten sich sieben Damen an den Start begeben. Einen Podiumsplatz hatte ich trotzdem mir als Ziel ausbedungen.
Am Start standen auch die bekannten Konkurrentinnen Sabine Lengert neben mir und Sylvia Schmidt vor mir. Sylvia enteilte wie gewohnt vom Start weg, während ich mir mit Sabine für die ersten 20km ein schönes Rennen lieferte und wir uns in der Führungsarbeit abwechselten, auch immer mit ein paar Männern im Windschatten. Der Rest des Damenfeldes blieb weit hinter uns. Der Kurs führte abwechselnd über lang gezogene, eher flache Schotteranstiege, dann wurzelige, wellige und kraftraubende Holperwege durch den märkischen Sand und im Wald und schließlich über flache Feldwege mit heftigem Gegenwind. Highlight war der Anstieg zum Wehlaberg, gespickt mit Sandstufen, die auch mich (noch) zum Absteigen zwangen (ich gelobe Besserung, vorm nächsten WBM wird der Berg solange bearbeitet, bis er mich nicht mehr zum Absteigen zwingt!). Am Wehlaberg stand Sylvia Schmidt mit gebrochenem Schaltauge, nachdem sie zuvor bereits unfreiwillig mit Defekt gestoppt wurde, sich aber wieder an uns vorbeigekämpft hatte. Schade für Sie, denn ihr wäre auch heute der verdiente Sieg nicht zu nehmen gewesen. Nach dem Anstieg zum Wehlaberg konnte ich auch Sabine hinter mir nicht mehr ausmachen und wähnte mich plötzlich auf Position 1 der Damenkonkurrenz. Nicht wissend, was hinter mir im Damenfeld alles vor sich ging, musste ich nun reintreten, um den Sieg heimzubringen. Als Orientierung blieben mir also, wie so oft als Frau im Mountainbike Sport, der Pulsmesser und der jeweils nächste Mann vor mir.

Der Start – Foto: Veranstalter
Bis auf eine kleine Desorientierung bei der Rundendurchfahrt lief das Rennen glatt und ich konnte es als Siegerin in 2:46 h und fast eine halbe Stunde vor der Konkurrenz zu Ende bringen. Zweite wurde letztlich doch noch Sylvia. Sie rollte/fuhr nach ihrem Defekt die erste Runde zu Ende. Sabine war nach der ersten Runde wegen müder Beine ausgestiegen und überließ Sylvia ihr Bike, auf dem Sylvia sich die zweite Runde durchkämpfte. Dafür gilt ihr mein Respekt, denn ich hätte wohl entnervt aufgegeben.
Thomas finishte auf Platz 6 in 2:28 h.
Bei lecker Nudeln mit Wurstsoße und Kräutertee (Kindheitserinnerungen wurden wach – für mich eher gute, für andere nicht so gute) fand das Rennen einen familiären Ausklang und ich konnte sogar mit kleiner Siegprämie nach Hause fahren.
Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|
Marcus berichtet:
Nachdem es mich auch in diesem Jahr wieder eine Woche zum arbeiten in den Schwarzwald verschlug, wollte ich mir zum Abschluß den Schwarzwald Bike Marathon am vergangenen Wochenende nicht entgehen lassen. 120 km und 3000 HM standen auf dem Programm. Pünktlich um 7 Uhr erfolgte der Start in Furtwangen. Wie immer bei Rennen im Süden war das Starterfeld gefüllt von sehr starken Fahrern aus der Region. Ich habe versucht mit der Spitzengruppe mit zu fahren, was mir allerdings nur genau einen Berg lang gelungen ist.

Also tat ich mich mit drei anderen Fahren zusammen und wir machten unsere eigene Gruppe auf. Die lief ne ganze Weile ganz gut, bis ein paar versucht haben ihr eigenes Süppchen zu kochen. Also hieß es wieder allein fahren. Aber unterwegs hatte sich mein persönlicher Schwarzwälder Fanclub positioniert, was natürlich ungemein motivierte.

Also auf zurück zum Ziel nach Furtwangen, welches ich nach 5:25 Stunden auf dem 16. Gesamtrang und dem 8. Platz in der Alterklassenwertung erreichte. Ich bin über 10 Minuten schneller gefahren als im letzten Jahr, obwohl die Strecke durch diverse Waldarbeiten erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Wenn ich im nächsten Jahr wieder dort sein sollte werde ich auf jeden Fall wieder mit fahren. Super Rennen, super nette Leute und sehr schöne Landschaft!
Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|
Mal wieder ein Rennen in Brandenburg fahren, eine Gelegenheit, die ich in diesem Jahr am vergangenen Samstag einfach nicht verpassen wollte. Organisatorisch war alles soweit vorbereitet, so dass ich bei meinem eigenen Rennen nun auch wieder starten konnte. Start um 18 Uhr und dann sechs Stunden lang Vollgas auf einer sechs Kilometer langen Runde. Das funktionierte dank guter Eigenverpflegung bis etwa zur Hälfte des Rennens. Der zu bezwingende Berg wurde dann von Runde zu Runde irgendwie länger, die gefühlte Fahrzeit pro Runde auch und die Temperatur sank in den Keller. So musste nach Runde 15 etwas mehr Verpflegung und 10min Pause her. Danach war es einfach nur noch kalt und ich brauchte zwei Runden um wieder in Fahrt zu kommen. Die „verlorenen“ paar Minuten fehlten am Ende, um 23.46Uhr noch eine Runde drauf zu legen. Aber das war im Endergebnis egal und am Ende kamen nach 21 Runden immerhin 127 km zusammen. Ein klarer Sieg noch vor dem ersten männlichen Einzelstarter – aber auch hart erkämpft bei winterlicher Kälte im Sommer.

Veröffentlicht unter Bike-Planet Corratec
|